ESC-Wetten: 12 Points go to…?

Fremdschämen bei anderen Ländern, Deutschland mal wieder Letzter und trotzdem fiebern alle mit – so ergeht es uns jedes Jahr beim Eurovision Song Contest. Der ESC ist Kult und holt ganz Europa vor den TV-Bildschirm. Sportwettenfm.de führt dich in die schräge ESC-Welt ein und gibt dir wichtige Tipps für deine ESC-Wetten. 12 Points go to…?

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Anbieter Unibet ist beim Eurovision Song Contest jedes Jahr dabei und bietet dir ein großes Angebot an ESC-Wetten und Specials!

 

Modus: So läuft der ESC

Zwei Halbfinals

Beim Eurovision Song Contest nehmen jedes Jahr rund 40 Länder teil, die natürlich nicht alle an einem Abend singen können. Der Veranstalter EBU (Europäische Rundfunkunion) hat daher seit einigen Jahren zwei Halbfinals eingeführt, in denen sich die Nationen für das große Finale am Samstagabend qualifizieren müssen.

Pro Halbfinale treten rund 20 Länder an, von denen jeweils 10 Länder in das Finale einziehen. Der ganz große Mist und die besonders schiefen Töne fahren dann schon nach Hause und sind raus. Größter Fan dieser Regelung: Unsere Ohren!

Big Five: Deutschland ist schon qualifiziert

Fünf Länder müssen sich nicht erst durch das Halbfinale quälen und sind schon für das Finale gesetzt: Die Big Five. Die großen fünf Nationen Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland sind in der Rundfunkunion die größten Geldgeber und erhalten für ihre finanzielle Unterstützung daher einen gesicherten Startplatz im Finale.

Dass diese Großzügigkeit nicht überall gut ankommt und auch gerne mal zum letzten Platz führen kann, thematisieren wir weiter unten!

Finale

Nach den beiden Halbfinals stehen 25 Länder fest, die dann im großen Finale um die musikalische Krone Europas singen.

Die Startreihenfolge der Länder wird für das Finale neuerdings vom Programmchef festgelegt. Die Produzenten gehen dabei auf dramaturgische Faktoren ein und verteilen die Startplätze je nach Stimmung. Drohen die TV-Zuschauer nach einigen Balladen einzuschlafen, sollte danach eher eine laute und fetzige Nummer folgen!

Haben alle Länder schön vorgesungen, beginnt das Voting. Nun laufen in Europa die Telefone heiß und jeder Zuschauer soll für seinen Favoriten abstimmen. Wichtig: Natürlich darf man nicht für sein eigenes Land anrufen…

Punktvergabe

Der mit Abstand spannendste Teil des Abends – also wenn Opa wieder wach wird – ist die Punktvergabe irgendwann kurz vor Mitternacht. Jetzt fällt die Entscheidung um den Sieg und alle Nationalen tragen ihre Ergebnisse vor.

Barbara Schöneberger und die anderen Moderatoren treten vor die Kameras treten und bemühen die typische ESC-Floskel, die jeder kennt: „12 Points go to…“

50% Jury und 50% Televoting

Eine kleine Besonderheit beim ESC ist mittlerweile die Punktevergabe geworden. Seit der Jahrtausendwende entschieden zunächst einzig und allein die TV-Zuschauer, wer ESC-Sieger wird. Via Televotingverfahren wurden die Punkte 1, 2, 3 bis hin zu 12 Punkten vergeben.

Es folgte jedoch eine Epoche, die vor allem von Manipulationsvorwürfen begleitet wurde. Größere Länder wie Deutschland verfolgten mit Unbehagen die freundschaftliche Punktevergabe der Osteuropäischen Ländern und witterten Betrug. Vor allem ehemalige Staaten der Sowjetunion und Jugoslawiens unterstützen sich gegenseitig schoben sich immer wieder 12 Punkte hin und her.

Die EBU reagierte und splittete die Punktevergabe in zwei gleiche Teile auf: 50% ermittelt eine Jury, 50% das Votum der Zuschauer.

Das neue System verhindert Absprachen besser, sorgt aber teilweise für skurrile Ergebnisse. Im Jahr 2016 gewann die Ukraine den ESC, obwohl der Song von Interpretin Jamelia weder bei den TV-Zuschauern, noch bei den Jurys auf dem 1. Platz lag.

Mitunter haben die Fachjurys der Länder und die Bevölkerung komplett andere Favoriten und Ergebnisse.

Rückblick

In den vergangenen Jahren gab bei den siegreichen Songs einen bunten Mix aus alten Stilrichtungen. 2017 gewann Portugal mit einer ruhigen Ballade von Salvador Sobral etwas überraschend. Ein Jahr später folgte der Triumph der kitschigen XXL-Lady Netta aus Israel, die mit ihrer abgespacten Popnummer „Toy“ gewann.

Beim letzten ESC im Jahr 2019 entschied sich Europa wieder für ruhige Nummer: Duncan aus den Niederlanden holte sich mit seinem Liebeskummer-Song „Arcade“ den Sieg.

Auffällig: Vor allem schräge Typen und besondere Teilnehmer rücken neuerdings in den Fokus. Schon 2014 gewann die Travestie-Kunstfigur Conchita Wurst den ESC. Eine sexy Lady im kurzen Schwarzen und mit Drei-Tage-Bart…

Der ESC ist generell ein beliebter Wettbewerb in der LGBT-Szene und stellt jährlich mindestens einen Beitrag, der aus dieser Gemeinschaft stammt. Zusammen mit den Fans und den Medien können so schnell „queere“ Favoriten entstehen!

ESC-Sieger der letzten 10 Jahre

JahrAustragungsortSiegerInterpretSong
2020NiederlandeAbgesagt (Coronavirus)
2019IsraelNiederlandeDuncan Arcade
2018PortugalIsraelNettaToy
2017UkrainePortugalSalvador SobralAmar pelos dois
2016SchwedenUkraineJamala1944
2015ÖsterreichSchwedenMans ZelmerlöwHeroes
2014DänemarkÖsterreichConchita WurstRise Like a Phoenix
2013SchwedenDänemarkEmmelie de ForestOnly Teardrops
2012AserbaidschanSchwedenLoreenEuphoria
2011DeutschlandAserbaidschanEll & NikkiRunning Scared

Deutschland beim ESC

Gleich vorweg: Vorsicht bei ESC-Wetten auf Deutschland! Die vergangenen Jahre waren für alle deutschen ESC-Fans wirklich hart. Es hagelte letzte Plätze, verpatzte Vorentscheidungen und viel Häme von den deutschen Boulevardmedien.

Lena Meyer-Landrut holte für Deutschland im Jahr 2010 einen Erdrusch-Sieg und überraschte als kecke und freche Schülerin mit „Satellite“ ganz Europa. Danach gab es für Deutschland im Prinzip nur noch 0 Punkte – also Zero Points go to Germany…

Die ADR, die jedes Jahr den Vorentscheid austrägt, träumt von einem wochenlangen Vorentscheid wie in Schweden und will so über mehrere Abende mit viel Sendezeit und Qualität den richtigen Song bestimmen. In der Praxis hat der Sender dafür aber keine Zeit und kein Geld und muss eher auf alternative Formate zurückgreifen.

2015, 2016 wurde Deutschland Letzter, im Jahr 2017 und 2019 Vorletzter.

Nur 2018 lief besser: Nordlicht Michael Schulte sang gefühlvoll über seinen verstorbenen Vater („You Let Me Walk Alone“) und berührte damit Jury und TV-Zuschauer. Sein Beitrag landete auf einem ganz starken 4. Platz (340 Punkte).

ESC: Funny Moments

Was hat der ESC nicht alles schon für seltsame Gestalten hervorgebracht! Monster-Rocker aus Finnland, singende und backende Omas aus Russland und eine ukrainische Drag-Queen im Mond-Outfit, die auf Deutsch herumschreit. Die Liste könnte ewig weitergehen.

Der Eurovision Song Contest mag musikalisch eine tolle Idee sein. Richtig Spaß macht der Wettbewerb für uns Zuschauer aber vor allem wegen den sehr skurrilen und witzigen Teilnehmern. Jahr für Jahr lernen wir, was es nicht alles für seltsame Instrumente gibt und wie schief man dazu singen kann.

Natürlich ist beim ESC auch gerne mal „Bad-Taste-Day.“ Manche Outfits sprengen die Vorstellungskraft des schlechten Geschmacks und müssen definitiv aus einem Drogen-Traum stammen.

Hier folgen die lustigsten ESC-Momente der vergangenen Jahre:

Wegen Corona: ESC auf 2021 verschoben

Auch das lustige Zusammensein der ESC-Gemeinde fiel im Jahr 2020 dem Coronavirus zum Opfer. Der ESC in Rotterdam wurde frühzeitig abgesagt und soll nun genau ein Jahr später am 22. Mai 2021 stattfinden. Ob dann wieder Zuschauer dabei sein können, ist aufgrund der aktuellen Situation noch völlig unklar.

Bei den eingereichten Beiträgen haben die teilnehmenden Länder alle Freiheiten: Entweder der für das Jahr 2020 gewählte Song tritt erneut an, oder ein neuer Titel wird ermittelt.

Für Deutschland wird es im Jahr 2021 einen neuen Kandidaten geben. Ben Dolic, der eigentlich 2020 antreten sollte, will nicht mehr dabei sein.

ESC-Wetten: Auf was tippen?

Der Eurovision Song Contest bietet eine Vielzahl an möglichen ESC-Wetten. Bereits im Halbfinale kann auf die qualifizierten Länder getippt werden, dazu kommen Spezialwetten fürs Finale oder sogar Wetten auf die Punktevergabe.

Eine Übersicht:

Halbfinale: Wer kommt ins Finale?

Besonders die beiden Halbfinals bieten eine gute Möglichkeit für erste ESC-Wetten mit guten Quoten. In jedem der beiden Halbfinals tummeln sich Songs, die schon Favoriten für da Finale sind und mit großer Wahrscheinlichkeit locker weiterkommen werden. Eine Wette gibt dann aber nur Quoten von 1,4 oder weniger her…

Interessanter sind die Wackelkandidaten. Songs, die irgendwo zwischen Platz 9 und 12 erwatet werden und deren Erfolg auf der Kippe steht.

Hier zahlen die Buchmacher auch gerne mal Quoten zwischen 2.00 und 2.50 aus.

ESC-Wetten: Finale

Im Finale gibt es natürlich zunächst mal den Klassiker, die Siegerwette! Wer ohnehin schon zu Hause mitfiebert und mit Stift und Notizblock fleißig mit schreibt, der kann auch den richtigen Siegersong vorhersagen. Die Niederlande lagen 2019 bei den Buchmachern von Anfang an vorne (Quote bei zirka 2.00) und siegten dann auch.

Bei Eurovision.de erfährst du übrigens alles Wichtige für deine ESC-Wetten. Dort gibt es alle News über den ESC, alle Teilnehmer und sogar Song-Checks.

Top-3 und Top-10

Eine meiner liebsten ESC-Wetten bezieht sich auf die die Top-Platzierungen im Finale. Bei knapp 25 Teilnehmern ist ein Platz unter den Top-3, Top-5 oder auch Top-10 für viele Nationen bereits ein großer Erfolg. Das wissen auch die Buchmacher und bieten daher Wetten auf genau diese vorderen Platzierungen an.

Der Vorteil: Die Quoten steigen und man kann sich auf ein oder zwei Länder konzentrieren. Besonders bei der Vorhersage der Top-3 tut sich kurz vor dem ESC bei den Quoten nochmal eine Menge. Hier kannst du sehr gute Quoten abstauben.

Direkter Vergleich

Auch immer wieder im Angebot der ESC-Wetten sind direkte Vergleiche zwischen zwei Ländern. Die Buchmacher stellen gerne geografische Nachbarn, anscheinend gleichstarke oder Favoriten in den direkten Vergleich und bieten eine Zwei-Wege-Wette an.

Beispiel:

Wer gewinnt: Deutschland oder Österreich?

Eurovision-Spezialwetten

Beim ESC sind die Buchmacher gerne sehr kreativ und bieten diverse Specials für ESC-Wetten an. Quasi alles, was den ESC-Fan glücklich macht.

Immer dabei ist eine Wette, bei der Deutschland neuerdings sehr gute Siegchancen hat. Und zwar: Wer wird Letzter? 

Dieser Wette schließt sich auch ein Blick auf die Big Five an. Es gibt die Wette: Welches Land der Big Five ist am erfolgreichsten?

Dabei geht es um ein internes Rennen von Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Alle Länder sind als große Geldgeber für den ESC sicher im Finale gesetzt und übernehmen einen Sonderstatus.

Pro-Tipp: Big Five – Dilemma oder Chance?

Seit einigen Jahren ärgern sich die Big Five über letzte Plätze und wittern Missgunst und Ablehnung der anderen Staaten. Tatsächlich kassierten Deutschland und auch Großbritannien immer wieder auffällige Klatschen und gingen öfter ohne Punkte nach Hause.

Dem gegenüber steht aber das sehr erfolgreiche Italien, das nach Rückkehr zum ESC im Jahr 2010 durchweg gute Ergebnisse erzielte. Seit 2017 belegte Italien den sechsten, fünften und zweiten Platz.

Lena zeigte im Jahr 2010, dass die Big Five trotz der Sonderrolle als Financier gewinnen können.

Meiner Meinung nach ist das schlechte Abschneiden der Big Five nicht vorprogrammiert. Ist der Song gut, dann wird er auch erfolgreich sein. Eventuell müssen Beiträge der Big Five jedoch etwas mehr überzeugen als andere. Ein nichtssagender Einheitsbrei wird als Big-Five-Beitrag gerne mal nach hinten durchgereicht…

Buchmacher-Tipp für ESC-Wetten

Unibet regionalliga WettquotenWenn du Bock auf einen spannenden Abend mit vielen ESC-Wetten hast, dann bist du bei Unibet gut aufgehoben. Unibet stammt aus dem ESC-Land Schweden (sechs Siege!) und ist damit von Natur aus ein Eurovision-Fan. Unibet bietet dir zahlreiche Spezialwetten an und ist bei den Quoten immer ganz vorne mit dabei!

 

Autor: "Kieran" - Status: Experte
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Erst Fußball im Dorf, dann Tennis und nun Laufen - der Sport gehört einfach zu mir! Als Sportredakteur bin ich nah dran am Geschehen und versorge euch mit Tipps und Infos im Fußball, Tennis, Eishockey und der Tour de France. Meine Lieblingswette: Wer gewinnt den Eurovision Song Contest?

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